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Gepäcksvorschriften und Bestimmungen

Aufgabegepäck

Aufgabegepäck ist jedes Gepäcksstück, das im Frachtraum des Flugzeuges befördert wird, und für das ein Gepäckschein (Bestandteil des Flugtickets) sowie ein Gepäckanhänger pro aufgegebenen Stück ausgestellt wird.

Beförderungsauflagen für das Aufgabegepäck
Die Beförderung des Aufgabegepäcks kann verweigert werden, wenn dieses:

  • eine Bedrohung für das Flugzeug, Personen oder deren Eigentum darstellt;
  • während des Fluges beschädigt werden kann;
  • unsachgemäß verpackt wurde;
  • gegen geltendes Recht oder andere Verordnungen des Abfluglandes, Transit- oder Ziellandes verstößt;
  • durch sein Gewicht, seine Größe oder andere Eigenschaften zur Beförderung ungeeignet ist;
  • kein persönliches Eigentum des Fluggastes ist.

Aufgabegepäck darf nicht enthalten:

  • zerbrechliche Gegenstände;
  • leicht verderblichen Waren;
  • Geld;
  • Schmuckstücke;
  • Wertgegenstände;
  • Finanz- und Geschäftsunterlagen sowie Wertpapiere;
  • Reisedokumente;
  • Medikamente;
  • ärztliche Atteste;
  • Notebooks und andere persönliche elektronische Geräte;
  • Musikinstrumente, Gemälde u.a.

Dem Fluggast wird empfohlen, die oben genannten Gegenstände im Handgepäck zu befördern.

Annahmebedingungen für das Aufgabegepäck

Um eine sichere Beförderung zu gewährleisten, müssen die als Aufgabegepäck zu befördernden Gegenstände in einem äußerlich unbeschadeten Reisekoffer verpackt sein.

Jedes Aufgabegepäckstück muss mit einem entsprechenden Anhänger (Familienname und Adresse des Fluggastes) versehen sein. Es besteht auch die Möglichkeit einen speziellen Namens-Anhänger am Check-in-Schalter zu erhalten.

Folgende Gegenstände, die aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts, Umfangs oder Herkunft gewissen Beschränkungen unterliegen, können nur mit vorheriger Absprache befördert werden:

  • Sportausrüstung;
  • Musikinstrumente;
  • leicht zerbrechliche und wertvolle Gegenstände;
  • Haustiere u.a.

Handgepäck

Für das Handgepäck übernimmt der Fluggast die Verantwortung an Bord des Flugzeuges.

Beförderungsauflagen für das Handgepäck

Die Beförderung des Handgepäcks kann verweigert werden, wenn dieses:

  • eine Bedrohung für das Flugzeug, Personen oder deren Eigentum darstellt;
  • während des Fluges beschädigt werden kann;
  • unsachgemäß verpackt wurde;
  • den Bestimmungen bezüglich des Gewichts, der Größe und der Herkunft nicht entspricht;
  • den Regelungen bezüglich der Unterbringung in der Flugzeugkabine nicht entspricht, d.h. nicht unter dem Passagiersitz oder im Gepäckfach untergebracht werden kann (Siehe Regelungen für das Handgepäck).

Gegenstände, die bei der Flugsicherheitskontrolle aus dem Handgepäck entfernt wurden, werden im Frachtraum als Aufgabegepäck befördert.

Unterbringung des Handgepäcks

Das Handgepäck muss in den Fächern über dem Sitz des Passagiers oder unter dem Sitz vor ihm verstaut werden.

Die Unterbringung des Handgepäcks ist in Reihen mit Notausgängen, der ersten Reihe, in den Durchgängen und überall dort, wo es den Zugang zu Sicherheits- und Rettungsgeräten versperren kann, verboten.

Wenn beim Boarden festgestellt wird, dass das Handgepäck nicht ordnungsgemäß verstaut werden kann, muss es als Aufgabegepäck im Frachtraum transportiert werden.

Beförderung von sperrigen, leicht zerbrechlichen und wertvollen Gegenständen in der Kabine
Als sperrige, leicht zerbrechliche und wertvolle Gegenstände gelten all jene, die den Beförderungsbedingungen für eine ordnungsgemäße Unterbringung im Frachtraum des Flugzeuges nicht entsprechen. Sie können in der Kabine ausschließlich unter den hier angeführten Bedingungen befördert werden.

Zu diesen Gegenständen gehören:

  • Musikinstrumente;
  • Kunstgegenstände;
  • elektronische Ausrüstung u.a.

Möchte man die oben genannten Gegenstände in der Kabine befördern, muss zumindest ein weiterer Sitzplatz reserviert werden, wenn:

  • das Gewicht oder die Größe den vorgeschriebenen Regelungen zur Unterbringung als Handgepäck in der Kabine nicht entspricht;
  • der Fluggast mögliche Unannehmlichkeiten beim Sitzkomfort vermeiden möchte;
  • die Möglichkeit besteht, das Gepäckstück sicher auf einem weiteren Sitzplatz zu verstauen.

Das Gewicht eines Gepäckstück, das auf einem Sitz befördert wird, darf 80 kg sowie die folgende Maße nicht überschreiten:

Höhe

Länge

Breite

115 cm

65 cm

45 cm

Beförderung von Rollstühlen

Rollstühle können ausschließlich als Aufgabegepäck befördert werden.

Zur Gewährleistung der Flugsicherheit sowie der Vermeidung von Schäden oder Störungen während des Flugbetriebes müssen folgende Regelungen beachtet werden:

Rollstuhl mit Trockenbatterie (auslaufsicher)

Rollstühle mit Trockenbatterien können inklusive Akkumulator befördert werden, wenn:

  • die Batterie ordnungsgemäß abgeklemmt ist;
  • die Kontakte des Akkumulators zur Vermeidung eines Kurzschlusses isoliert sind;
  • der Akkumulator sicher auf dem Rollstuhl befestigt ist.

Rollstuhl mit Elektrolyt-Akkumulator (nicht auslaufsicher)

Rollstühle mit Elektrolyt-Akkumulator können befördert werden, wenn:

  • der Rollstuhl in aufrechter Position eingeladen, verstaut, gesichert und ausgeladen werden kann;
  • die Batterie ordnungsgemäß abgeklemmt ist;
  • die Kontakte des Akkumulators zur Vermeidung eines Kurzschlusses isoliert sind;
  • der Akkumulator sicher auf dem Rollstuhl befestigt ist.

Wenn die Beförderung in senkrechter Lage nicht gewährleistet werden kann, muss der Akkumulator entfernt werden. In diesem Fall wird der Rollstuhl als gewöhnliches Aufgabegepäck ohne spezielle Einschränkungen befördert.

Der Akkumulator muss in diesem Fall in einem speziellen Aufbewahrungsbehälter aus festem Material befördert werden:

  • Die Verpackung muss undurchlässig für Flüssigkeiten sein und undurchdringlich für Elektrolyte.
  • Der Akkumulator muss vor einem Kurzschluss geschützt werden, senkrecht aufgestellt sein und mit einer ausreichenden Menge eines absorbierenden Materials für das Aufsaugen der kompletten Menge an Elektrolyte bedeckt werden, falls der Inhalt des Akkumulators auslaufen sollte.

Manuell betriebene Klapprollstühle (WCMP)

Manuell betriebene Klapprollstühle können ohne spezielle Beschränkungen als Aufgabegepäck befördert werden.