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Top 10 Sehenswürdigkeiten von Kiew

Wir stellen Ihnen hier eine Liste mit 10 Sehenswürdigkeiten Kiews vor, die besonders eindrucksvoll und populär sind.

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1 - Sophienkathedrale

Sofia

Die vom Fürsten Jaroslaw dem Weisen gegründete Sophienkathedrale, auch „Kiewer Sophia“ genannt, ist eines der ältesten Denkmäler Kiews. Jaroslaw ließ sie in der Zeit von 1011 bis 1018 erbauen. Heutzutage gehört diese majestätische Kirche zum Nationalen Naturschutzgebiet „Kiewer Sophia“ und steht unter UNESCO-Denkmalschutz. In der Kathedrale befand sich seinerzeit ein fürstlicher Thron. Hier wurden Chroniken geschrieben, Bücher aus Fremdsprachen übersetzt und auch die erste Bibliothek sowie die erste Schule der Kiewer Rus wurde hier erbaut. Bis heute sind 260 Quadratmeter einzigartiger Mosaiken und 3000 Quadratmeter Fresken des 11. Jh. erhalten geblieben. Das berühmte, mosaikartige Meisterwerk der Kiewer Sophia ist eine 6 Meter hohe Darstellung der Oranta – der Heiligen Jungfrau Maria – mit zum Gebet erhobenen Armen. In der Sophienkathedrale wurde Jaroslaw der Weise und andere Kiewer Fürsten beerdigt.

Schon gewusst? Die reiche Farbpalette der Mosaiken der Sophienkathedrale zählt 177 Schattierungen!

2 - Kiewer Höhlenkloster (Lavra)Lavra

Das Kiewer Höhlenkloster wurde 1051 vom Mönch Antonij gegründet. Zu Beginn gab es nur die Höhlenanlagen, später jedoch wurde das Areal von seinem Schüler Igumen Feodosij auch überirdisch erweitert. Zum Höhlenkloster gehören die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale, der 96,5 m hohe Glockenturm (erbaut in den Jahren 1731-1744), das Reflektorium, die Dreifaltigkeitskirche aus dem 11. Jh. sowie die „Nahen und Fernen Höhlen“ mit unterirdischen Kirchen und ewigen Reliquien von Heiligen. Im Kloster wurde unter anderem der Kiewer Fürst Jurij Dolgorukyj, der im Jahre 1147 die Stadt Moskau gründete, bestattet. Heute ist das nationale Naturschutzgebiet der „Kiewer Höhlenkloster“, das auch zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, mit seinen 144 Anlagen der größte Museumskomplex der Ukraine.

Die interessantesten Museen des Kiewer Höhlenklosters sind das Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine, das Museum für Buch und Buckdruck der Ukraine sowie das Museum der Mikrominiaturen von Nikolaj Sjadristy.

Schon gewusst? Im Museum der Mikrominiaturen werden Exponate ausgestellt, die nur mit Hilfe eines Mikroskops zu sehen sind: ein verzierter Floh, eine Rose innerhalb eines Härchens, eine Kamelkarawane im Nadelöhr und andere erstaunliche Werke.

3 - Andreaskirche

Andriyivska

Die Kirche, die nach Plänen des berühmten italienischen Architekten Bartolomeo Rastrelli in der Zeit von 1749 bis 1754 errichtet wurde, befindet sich am Anfang des Andreas Steigs. Dort verkündete der Apostel Andreas einst: „Hier soll eine große, christliche Stadt entstehen“. Heute ist sie das vielleicht markanteste Denkmal Kiews: Ihr Prunk, ihre Leichtigkeit, ihre vergoldeten, filigranen grünen Kuppeln und ihr prachtvoller Dekor unterscheiden sie von anderen Gotteshäusern der Hauptstadt.

Schon gewusst? Auf der von Balustraden umgebenen Terrasse der Andreaskirche kann man einen herrlichen Blick auf den Stadtteil Podil und den Fluss Dnepr genießen.

4 - WladimirkathedraleVolodymyrsky

Die patriarchale Kathedrale des Heiligen Wladimir wurde von 1862 bis 1882 im pseudo-byzantinischen Stil errichtet. Heutzutage ist sie die bedeutendste Kathedrale des Kiewer Patriarchats der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Die gelb-weiße Kirche schmücken sieben imposante Kuppeln. Für die Innendekoration der Wladimirkathedrale waren berühmte Maler des 19. Jh. wie Wiktor Wasnezow, Michael Wrubel und Nikolai Pimonenko verantwortlich.

Schon gewusst? An der künstlerischen Gestaltung der Kirche nahmen fast 100 Maler teil.

5 - Nationalmuseum des Großen Vaterländischen Krieges und die Mutter-Heimat-Statue

Motherland

Unweit des Höhlenklosters befindet sich die Gedenkstätte „Nationalmuseum des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945“. Der riesige Komplex umfasst ein Gelände von über 10 Hektar, in dessen Mitte die Statue der „Mutter Heimat“ (1981) steht. Die Statue aus Edelstahl, eine 102 m hohe Frau mit Schwert und Schild, ist schon von weitem zu sehen - so auch auf dem Weg vom Flughafen „Boryspil“ ins Zentrum. Im Sockel der Statue ist das Museum des Großen Vaterländischen Krieges untergebracht, dessen Ausstellung über 15000 Exponate zählt. In der Nähe des Museums brennt das ewige Feuer des Ruhms und um das Museum herum befindet sich eine große Ausstellung mit Kampfgeräten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Schon gewusst? Das Gewicht der Mutter-Heimat-Statue, die aus rostfreiem Stahl hergestellt ist, beträgt etwa 500 Tonnen. Vom oberen Rand des Sockels bis zur Schwertspitze gemessen erreicht die Statue eine Höhe von 62 Metern.

6 - St. MichaelsklosterMikhailivsky

Die Geschichte des Michaelsklosters, das gegenüber der Sophienkathedrale liegt, spiegelt den Zeitgeist der Ukraine wieder. Der Tempel wurde in den Jahren 1108 bis 1113 vom Enkel des Jaroslaw des Weisen, dem Kiewer Fürsten Swjatopolk erbaut. Die Kathedrale überstand die Invasion der Mongolo-Tataren, nicht jedoch den Einfall der sowjetischen Barbaren mehrere Jahrhunderte später, welche die Gebäude Mitte der 1930er Jahre zerstörten. Nach der Zerstörung des einzigartigen historischen Ensembles wurden die meisten der alten Fresken und Mosaiken in russische Museen transportiert, insbesondere in die Ermitage in Sankt-Petersburg. Nach dem Ende der Sowjetunion wurde in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre beschlossen, das St. Michaelskloster auf der Grundlage historischer Dokumente wiederaufzubauen. Die Fertigstellung der Kathedrale erfolgte 1998. Heute dient sie als Kirche des orthodoxen Männerklosters St. Michael. Neben dem Eingang der Kathedrale befindet sich eine kleine Gedenkstätte, die den Millionen Opfern der Stalin-Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 bis 1933 gewidmet ist.

Schon gewusst? 2004 wurden originale Fresken des Michaelskolsters aus der Ermitage in die Ukraine zurücküberführt.

7 - Marienpalast und Werchowna Rada (Oberster Rat)

MariinskyRada

Der prächtige Marienpalast wurde nach dem Vorbild anderer Barockpaläste - wie auch die Andreaskirche - vom Italiener Bartolomeo Rastrelli entworfen und in den Jahren 1750 bis 1755 errichtet. Das zweistöckige Hauptgebäude und die Seitenflügel in türkis-gelb-weiß sind äußerst prunkvoll mit Säulen, Geländern und Leisten verziert. Von der Hauptfassade hat man einen Blick auf den malerischen Marienpark. Heute dient der Palast als Staatsresidenz, wo unter anderem offizielle Feierlichkeiten und Gipfeltreffen von Auslandsdelegationen stattfinden. Neben dem Marienpalast befindet sich das Gebäude der Werchowna Rada der Ukraine (errichtet 1936-1939), das von einer großen Glaskuppel gekrönt ist.

Schon gewusst? Der Marienpalast wurde mehrfach restauriert: 1868-1870 nach einem großen Brand, 1945-1949 nach Bombardierungen und in den Jahren 1979-1982. Die letzte Restaurierung begann im Sommer 2007.

8 - Nationalmuseum der Geschichte der UkrainePectoral

Das Museum liegt am historischen Altkiewer Berg, von dem aus sich nicht nur Kiew, sondern die ganze mächtige Kiewer Rus entwickelte. Rund 800 000 Exponate des Museums – archäologische, ethnographische, numismatische und antiquarische Waffen, Manuskripte, Skulpturen, Gemälde etc. – stellen verschiedene Aspekte der Geschichte der Ukraine vom tiefen Altertum bis zur Gegenwart dar. Neben der Hauptausstellung können auch thematische Ausstellungen besucht werden, die u.a. der Tripolier Zivilisation, der Geschichte des Geldumlaufs in der Ukraine und dem berühmten Tänzer Serge Lifar gewidmet sind.

Schon gewusst? Das markanteste Exponat der Museumssammlung ist ein berühmtes, 1,5 kg schweres, goldenes Pektoral - ein runder Brustschmuck eines skythischen Zaren aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.

9 - T. G. Schewtschenko-Nationalmuseum

ShevchenkoDieses zentral gelegene Museum verfügt über mehr als 4000 Exponate: persönliche Gebrauchsgegenstände Taras Grygorovych Schewtschenkos (1814-1861), Zeichnungen, Manuskripte und fast 200 Gemälde des bedeutenden ukrainischen Dichters, Schriftstellers, Malers, Grafikers und Staatsmannes.

Ohne das Genie Schewtschenkos, der sein ganzes Leben dem Kampf gegen die Unterdrückung des ukrainischen Volkes und dem Erwachen des ukrainischen nationalen Bewusstseins widmete, wäre die Ukraine wahrscheinlich heute nicht unabhängig. Dem Museum gegenüber liegt einer der schönsten Parks Kiews – der Taras-Schewtschenko Park, wo seit 1939 ein Bronzedenkmal zu Ehren des Lyrikers steht. Dieser malerische Park ist ein beliebter Ort, um sich zu erholen oder einen Spaziergang mit der Familie oder Freunden zu unternehmen.

Schon gewusst? Im Museum befinden sich noch heute erhalten gebliebenen Originalausgaben unter anderem des Bandes „Kobsar“ von 1840 und 1860.

10 - Nationalmuseum „Tschernobyl“Chornobyl

Das Museum liegt unweit der U-Bahn-Station „Kontraktova Ploschtscha“ im Stadtteil Podil. Es ist der größten Atomexplosion des 20. Jahrhunderts gewidmet, welche sich am 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl ereignete. In mehreren Sälen werden rund 7000 Exponate ausgestellt: geheime Dokumente, Landkarten, Fotos, persönliche und alltägliche Gegenstände der einheimischen Bevölkerung und der Arbeiter des Atomkraftwerks sowie von Zeugen und Liquidatoren der Katastrophe.